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1 (1928) Die Familie Hertmanni
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heiratete den Melchior Leckers, Eekretarius zu Köln, der aber schonvor 1705 gestorben ist*). Das Wenige, das wir von dieser Familiewissen, haben wir dem Testament der „Frau Anna Pullheims, verwit-wete des hiesigen Magistrats gewesene Sekretari Herrn Melchior Bek-kers seel." entnehmen können, das vom 25. 4. 1722 stammt?).

Darnach hatten die Beiden 3 Kinder:

45 1. Heinrich Anton Beckers, vioarius »ummi tsinpii, d. h.

also Vikar am Dom.

46 2. A n n a Maria Ursula Beckers, verheiratet mit dem

Eekretarius Hesselmann. Sie erhält, wie wir oben gesehenhaben, im Jahre 1747 als Witwe das Haus ihres Vetters JohannAußem —18— in Walberberg testamentarisch vermacht.»)

47 3. Heinrich Joseph Leckers, De. jurts und Mitglied des

Rats der freien Stadt Köln.

4 .

§ Andreas Hermanns.

Er war der Sohn des Michael und der Elisabeth von Kerpen. Durch ihnallein ist der Familienname weitergeführt worden.

Er mag im Anfang der neunziger Jahre des 16. Jahrhunderts in Köln ge-boren sein. Urkunden über seinen Lebensgang sind kaum vorhanden. Er warverheiratet mit Margarethe Feige*) (auch Frey, Freuen, Vreyen, Friengenannt), einer Tochter des Hermann Freyen und der Margarethe Dahlhof. Wound wann diese Ehe geschlossen wurde, konnte nicht festgestellt werden. Jeden-falls ist eines seiner Kinder, Johann Michael — 48 — in Köln geboren. AllemAnschein nach ist er bald nach der Geburt dieses Kindes (d. h. also bald nach1616) nach Hamm (Westfalen) verzogen. In mehreren Hammer Urkundenwird er vitriarius genannt, was wohl als Glashändler zu deuten ist.

Wie kam Andreas nach Hamm? Im Jahre 1622 wurde diese Stadt von derpfalz-neuburgischen Regierung mit Hülfe der Spanier erobert, der bisherigeRat und Bürgermeister wurden abgesetzt und alle wichtigen obrigkeitlichenStellen dieser fast ganz evangelischen Stadt mit Angehörigen der katholischenKonfession besetzt. Bei der engen Beziehung der Pfalz-Neuburger zu Kölnmag es gekommen sein, daß auch Andreas nach Hamm berufen wurde. DieVerwaltung der Stadt lag in den Händen des Stadtrates, der aus 2 Bürger-

1705 wird sie im Bruderschaitsbuch St. Ursula als Wittib bezeichnet.

2) Kölner Testamente P. No. 304.

») Kölner Testamente A- 236.

«) Schreinsbücher 160. 84 vom 21. 6 1640, abgedruckt auf Seite 428. Man ver-gleiche auch die Schreibart des Namens in der -eite 34 abgedruckten Urkunde.