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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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212 Von der Mittheilung eigener Gedanken.

darlegen lassen, bekommen wir Veranlassung zum weirlern Nachdenken, erfahren manche Zweifel, an derenWiderlegung oder Aufhellung wir ohne das gedacht här.'ten, berichtigen unsere eigenen Vorstellungen, und ler-ne» uns noch bestimmter und richtiger ausdrückcn, in-dem wir die Lücken nnscrs Vortrags nun erst ejnsehen.

Wer andere Menschen mündlich oder schriftlich be-lehren, überzeugen oder widerlegen will, muß stets denHauptzweck vor Augen haben, daß er das, was er wirf« ^lich als Wahrheit erkennt, redlich sage, uüd zwar auf ^diejenige Art, wie es für den Andern am verständlich-sten und überzeugendsten ist. Die Form des mündr §liehen Unterrichts kann auf mancherlei) Art verschieden !

seyn: entweder spricht der Lehrer allein, ohne Unter- §

brechung seiner Zuhörer, oder er kleidet seinen Unterrichtin Fragen ein, die feine Zuhörer beantwvrlen, öderesentspinnt sich zwischen beiden ein Gespräch, worin die >Lernenden ihre Einwendungen und Zweifel einmischen.

Von dieser dialogischen Form liefern uns Plato und !Le nophon treffliche Muster, wozu ihr Lehrer S ork r a l e s bey seinem Unterricht Veranlassung gab. Da-her der Nähme, Sokratische Methode; ihre Befolgung §erfordert Uebung und Kenntniß des Menschen, und ist !für manche Absichten vortrefflich, indem der Lehrer durch ^Fragen und allmahlige Annäherung zum Hauptzweckdie Zdeen in den Seelen der Zuhörer entwickelt, sie zumeigenen Nachdenken veranlaßt, indem sie ihre Gedan-ken vortragm, und sie glauben macht, als hätten siealles das selbst erfunden, was sich nach und nach alsNcsmkar des Gesprächs ergab.

Der Vortrag muß verständlich und deutlich fthu.