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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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,78 Von der Prüfung der Zeugnisse. !

die wir auf das Zeugniß anderer Menschen annehmen !können? Vorzüglich sinnliche Erfahrungen, und nur ^wenige Bernunsttvahrhriten. Alles was durch die bloße ^Vernunft eingesehcn werden kann, (wie z. D. die jGrundsätze der Moral, Nrchtslchre, spekulativen Phi, ^losopyie, moralischen Religionsichre, reinen Mathema, ,tik und reinen Naturwissenschaft,) kann von jedemMenschen, der im Denken geübt ist, selbst geprüft!werden. Wenn wir die Lehren der Mathematik undPhysik ausnehmen wollen, zu deren Einsicht es Man,chen Menschen an Zeit, Gelegenheit öder Fähigkeit !fehlt, und die so beschaffen sind, daß bey ihrer Unter,suchung und Prüfung weit weniger Irrlhum möglichist, als in andern Fällen, die also ohne sonderliche Ge-fahr zu irren von Unerfahrnen auch auf das Zeugnißsachverständiger Gelehrten geglaubt werden können: stwerden wir dagegen in jedem andern Falle, wo vonder Annahme oder Verwerfung eines Satzes, der indas Gebiet der bloßen Veruunstwissenschaften gehört,die Rede ist, uns nicht auf fremde, sondern auf eigenePrüfung verlassen müssen. Es verräth Trägheit undUnmündigkeit des Geistes, wenn Wan Sähe aus der !Religivnsphilosophie, Rechtslehre u. d. gl. glaubt undnachsiwicht, bloS weil sie von andern Menschen als umtrüglich aufgestellt werden, die doch auch irren könrnen. Aarum wollen wir nicht selbst die Gründe und'' Gegengründe prüfen? Warum wollen wir einen Ge.'gvnsiand, der vor den Richterstuhl der Vernunft ge,hörst, auf das bloße Wort eines Menschen glauben,von dem wir nicht wissen, ob er richtige Einsichtenhalte, oder ob er uns vielleicht nicht vorsahlichläu'