17 » Von Beobachtungen und Versuchen.
d«r Magen nicht in gesundem Zustande war rc. Wollte ^man nun schließen, daß die Speise immer übel brkomr i
men werde, so würde man sich irren. — Wenn auch ,
wirklich gewisse Wirkungen und Ursachen zusammenhänr ^gen, so irren wir uns doch öfters in der Vorstellung !des Zusammenhangs. Zn der Reihe der Ursachen wird !alsdann fälschlich rin Glied an den Unrechten Ort geseht.Beyspiele dazu lieferten manche RaisonnementS über dieWitterung des merkwürdigen Zähre« r 7 8;, in welchemdas Erdbeben in Kalabrien und Sicilien vorfiel, derAetna viel Feuer auswars, ein lange anhaltender Hehrrrauch sich über einen großen Theil von Europo verbreit !«ete, schwere Gewitter entstanden, und die meisten Ge»wüchse vorzüglich gut gediehen. Sehr wahrscheinlichwar eine Verbindung unter allen diesen Vorfällen. — >
Aus vorgefaßten Meinungen, aus Neigungen und Lei» !denschaften wird auch öfters etwas mit Unrecht für dieeinzige oder Hauptursache gehalten, oder umgekehrt.
Von diesen Irrungen ist oben das weitere gesagt worrden. — Alles was hier von den Ursachen gesagt wordenist, gilt auch von den Wirkungen und überhaupt von !dem wechselseitigen Einflüsse. — Einige Grundsätze, die i
uns bey der Deurtheilung der Ursachen und Wirkungen >
leiten sollen, sind: Wenn alle Nebcnumstände gleich §sind, so hat dieselbe Ursache auch dieselbe Wirkung zuverschiedenen Zeiten. So bewirkt z. B. der Mond immer Ebbe und Fluch zu gesetzten Zeiten in gewissenMeeren; ein auf die Erde fallender Stein fällt im» .mer nach denselben Gesetzen der Geschwindigkeit. —Wenn verschiedene Dinge einerlei) Wirkungen hervor»bringen, so liegt der Grund davon in einer Eigenschaft,