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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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des Fürwahrhaltens.

mehr Gründe dafür als dagegen aufbringen kann. Ze<de Wahrscheinlichkeit erfordert daher Beweis, welcheraber öfters nur unvollständig geführt werden kann.Die meisten Angelegenheiten des gemeinen Lebens beru«hen auf Wahrscheinlichkeit, z. B. die Aussichten in dieZukunft, die zu hoffende Lebensdauer, die politischenVeränderungen, Abwechselungen des Kriegs und Frie-dens u. d. gl.

Dieser Begriff findet ferner seine Anwendung beyHypothesen, oder angenommenen vcrmuthlichen Grün-den zur Erklärung von ausgemachten Wahrheiten;bey analogischen Schlüffen (je mehr Merkmale zusam«mentreffen, desto wahrscheinlicher ist es, daß auch inandern Rücksichten Ähnlichkeit vorhanden sey); beyZnductionsschlüssen (je mehr einzelne Fälle gleichstim,mig gefunden worden sind, desto eher läßt sich vermu,then, daß auch andere dahin gehörige Fälle so beschaf-fen seyn werden: je mehr einzelne Dinge einer Artbeobachtet worden sind, desto gewisser folgen darausSchlüsse auf die Eigenschaften der ganzen Gattung);bey Deurtheilung von Geschichten. Die Wahrschein-lichkeit der Begebenheiten wächst mit der Anzahl derGründe dafür, mit der Menge der Zeugen, mit dergrößern Gültigkeit derselben u. s. w. Jede Wahr-scheinlichkeit beruht auf Schlüssen, indem wir eine Be-hauptung mit ihren Gründen vergleichen, und ohnediese vollständig erhalten zu können, doch überwiegendeGründe dafür haben. Wenn ich z. B. cs wahrschein-lich finde, daß einer meiner Bekannten in einem ge-wissen Falle aus Edelmuth sich zu einer großen Auf-opferung entschließen werde, so schließe ich dieses au-