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Von Len Vernunftschlüssen»
woraus man sichet, ob der Schluß bejahend oder ver,neinend wird. Ein Schluß hat hierin Aehnlichkeit mitder Vergleichung zweycr verschiedenen Größen mit einerdritten. Sind sie beyde der dritten gleich. s» sind sieunter einander selbst gleich: ist aber nur eine davon die«ser dritten Größe gleich, die andere nicht, so sind sieselbst nicht einander gleich, z. D. *
Vier Laubthaler sind gleich einer Carolin,eilf Gulden sind gleich vier Laubthaler,also eilf Gulden sind gleich einer Carolin.
Ein Gulden ist nicht gleich einem Rubelsechzig Kreuzer sind gleich einem Gulden,also sechzig Kreuzer sind nicht gleich einem Rubel.
Wenn wir dieses auf Begriffe überhaupt anwenrden, bey denen nicht von Gleichheit und Ungleichherr,sondern von Uebereinstimmung und Nichtübereinstim-mung die Rede ist (nach dem sich rin Prädikat miteinem Subjekt verbinden läßt, oder nicht), so kann dieallgemeine Regel für die Schlüsse auf folgende Artausgedrückt werden: wenn zwey Begriffe miteinem dritten (dem Mittelbegriff) zusamrmen stimmen, so stimmen sie auch selbst zu-sammen, und der Schlußsatz ist bejahend:wenn aber nur einer von beyden mit demMittelbegriffzusammensiimmt, der ander«aber nicht, so stimmen sie auch selbst nichtzusammen, und der Schlußsatz ist vernei-nend.
Ein in solchen drey Sähen ausgedrückter Schlußheißt ein ordentlicher (vollständiger) im Gegensatzgegen die versteckten oder abgekürzten Schlüsse,