Von dev Urtheilen.
43
ist entweder m, oder n, oder und so weiter. Die-ses sind calegorisch ausgedrückte disjunktive Sähe. Da-hin gehört also der Fall, wenn das Subjekt die Gat-tung oder Art» das Prädikat aber die Untergattungenoder Unterarten avsdrückt, z. D. die Sterne sind ent-weder Fixsterne, oder Planeten oder Cometen. DieKörper sind entweder belebt oder leblos.
Eben so giebt es andere disjunktive Sähe, diehypothetisch ausgedrückt werden, wenn die verschiede-nen möglichen Folgen, die in einem gewissen Falle stattjiinden können, und die sich wechselseitig einander auS-schlicßen müssen, aufgezählt werden, z. B. wenn dieBedingung » existirt, so wird entweder b oder o oder äfolgen. — Wenn der Blitz einschlägt, so wird er ent-weder zünden, oder nicht zünden. — Wenn der Zäh-ler und Nenner eines ächten Bruches gegen etnandersollen aufgehoben werden können, so müssen sie entwe-der beyde zusammengesetzte Zahlen seyn, die einen ge-meinschaftlichen Faktor haben, (z. D. ^ — Z ),
)> 4
oder der Zähler muß eine einfache Zahl seyn, und derNenner ein Vielfaches davon, (z. B. /r — —
Beyde Arten von disjunktiven Urtheilen haben das ge-mein, daß im Prädikate die Sphäre der Merkmale er-schöpft wird, dir dem Subjekte in verschiedener Rück-sicht zugesprochen werden können.
Dieses heißt die logische Eintheilung derBegriffe. Das Subjekt, oder das Ganze, heißt dasEingetheilte; das Prädikat, oder die Theile,welche das Ganze zusammen ausmachen, sind die Ein-theilungsgliedrr (mewkrs äisjunct»). Diese