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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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Von den Urtheilen.

ich bey- Erblickung eines Fremden an einen abwesen-den Freund denke, der mit Jenem einige Aehnlichkeu,in Mienen, Gang, Sprache re. hat. Dieses kannman kein Urtheil, keine Verbindung zweyer Vorstellun-gen zur Einheit des DewnßlsciM, sondern nur einezufällige Erweckung , der einen durch die andere nachden Gesetzen der Einbildungskraft nennen. DiesesVerknüpfen der Phantasie ist von dem Verknüpfender Urtheilskraft ganz verschieden.

Jedes vollständige Urtheil (oder Satz über-haupt) bestehet aus drep Stücken l) einer Vorstellung,welcher etwas zu oder abgesprochen wird, diese heißtdas Subjekt, 2 ) einer Vorstellung, welche demSubjekt? bcygelegt wird oder nicht, dem Prädikat,;) einem Verbindungswort (copula), welchesanzeigt. ob Subjekt und Prädikat verbunden gedachtwerden sollen oder nicht, (das Wörtchen ist oder istnicht). Z. B. in dem Urtheile, alle Menschen sindsterblich, sind zwei) allgemeine Begriffe verbunden,Menschen als Subjekt mit dem Prädikate sterblich.Zn dem Urtheile, Lajus ist sterblich ist eine Anschau«ung mit einem allgemeinen Begriffe verbunden. Wennman allgemein das Subjekt durch 8 und das Prädikatdurch I' andeulet, so hat jedes bejahende Urtheil dieForm 8 ist ; das verneinende aber, 8 ist nicht k.

Subjekt und Prädikat können auch zwei) Sätzescyn, die mit einander verbunden werden, z. B. wirsollen selbst mit Aufopferung unsers eigenen VortheilSunsere Pflicht erfüllen, dieses ist eine Maxime, de,rcn Befolgung Selbstzufriedenheit norhwenbig zur Fol,ge har.