-4
Von den Begriffen.
den allgemeinen Begriff ausgenommen werden, sondernwerden aus der Acht gelassen. Das Go.ncMsöjaftlicheder Vorstellungen im Dcwußtscyn wsrd von den übrigenTHcrkmalen abgesondert. Wegen dieser Abstraktion nenntman die Verstandesbegnffe auch abstracre, im Gegen)sah gegen concrete Vorstellungen von einzelnen Din-gen. Diese Vorstellungen können eigentlich keine Be-griffe genannt werden, weil sie sich nur auf ein einzel-nes Objekt beziehen. Daher ist die Eintheilung in allge-meine, besondere und einzelne Begriffe nicht richtig.Denn der Verstand hat es immer nur mit den allge-meinen Merkmalen einer gewissen Gattung von Gegen-ständen zu thun, und die daraus entstehenden Begriffefind alle allgemein. Dahin gehört z. B. nicht nur derBegriff von Pflanze überhaupt, sondern auch von Bäu-men, als einer Art von Pflanzen, ferner von Nadel-hölzern , als einer Art von Bäumen, ferner von Ler-chenbäumcn, als einer Art von Nadelhölzern. Keinesind besondre, sondern alle allgemeine Begriffe, nur daßsie in Ansehung ihrer Sphäre verschieden sind. DieVorstellung aber von einem einzelnen Baume ist garkein VerstaiHesbcgriff, sondern eine Anschauung.
Sehen wir auf den Umfang der Begriffe (dieextensive Quantität) oder die Sphäre derselben, so be-stimmt sich dieser Umfang nach der Menge der Gegen,stände, deren Gemeinsames darin zusammengefaßt wird.2" so fern heißen sie weitere und engere Begriffe.Das angeführte Exempel von Pflanze, Daum, Nadel-holz, Lerchenbaum erläutert diesen Unterschied. — Ebenso ist der Begriff von elastischer Flüssigkeit weiter ol-der von Luftart, weil unter jene auch die elastische«