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Aesthetik.
entweder daS mittelbare Gute, Nützliche,welches blos als Mittel des Angenehmen gefällt, unddessen Existenz ein jeder wünscht, sobald er es sich alsnützlich vorstellt; oder— das an sich (moralisch)Gute, Edle und Bortreffliche, welches umsein selbst willen von der Vernunft gebilligt wird,und dem inncrn Sinn«, in so fern sich dieser als sittli-ches Gefühl äuffert, gefällt. Dieses Wohlgefallenam schlechthin und absolut Gulen ist nunzwar uneigennützig, weil es nicht Verlangen nach Ge-nuß oder Vortheil zum Grunde hat; aber das Unheil,daß etwas sä) lechthin gut sey, und das Wohlge-fallen daran wirkt doch Interesse, oder denWunsch, daß dasselbe nicht blos in unfern Gedanken,sondern auch irgendwo in der Welt wirklich vorhandensey. — Es ist demnach sowohl das Wohlgefallen andem Angenehmen und Nützlichen, als auchdas Wohlgefallen an dem absolut - und an sichGuten mit Interesse verbunden , folglich interes-.sirt, wenigstens interessirend.
Da eL uns als vernünftigen Wesen gar nicht gleichgül-tig ist, ob das schlechthin Gute oder sittlich guteGesinnungen und Handlungen unter den Menschen ange-troffen werden, oder nicht, ja da wir wünschen müssen,uns selbst derselben rühmen zu können; so ist klar, daßauch das Wohlgefallen am schlechthin Guten mit demWunsche, daß dessen Objekt existire, nothivendig zusam-hänge, folglich in sofern ebenfalls, obgleich in einem etwa-andern Sinne, als das Angenehme und Nützliche, inte-ressi rt zn nennen sey.
§- 237.
Es giebr Gegenstände, die in der bloßenAnschauung unmittelbar durch sich selbst