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1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
Entstehung
Seite
138
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138 Logik oder Vernunftlchre.

den Vorwurf machen, daß er ganz unverständli-che oder widersprechende Dinge geschrieben habe.

4) Man muß die Meinung eines Autors über ei- >

ne Sgche in solchen Stellen seiner Schrift auf-suchen , worin er ausführlich und absichtlich dar- ;über geredet hat. ^

5) Wenn eine Stelle ganz unverständlich ist, so i

können auch Conjekturen versucht werden. Sie ^müssen aber der Denk-- und Schreibart des Ver- ?sassc-ss angemessen seyn. ' j

Hülfsmlttel-für die Auslegung sind: gute Wörterbü-cher , Werke über Gebräuche -und -Verfassung Pss Volks,worunter der Later gerebt hat, Commcntarlcn, Regi-ster (zur Vergleichung der-Parallelstellen) u. d. gl.

§. ISO.

Durch Lektüre erhalten wir Kenntnis, von dem,was andere gedacht, erfunden, nach ihrer Art ange-sehen, und in Büchern aufbewahrt haben. OhneLektüre wird unsere Kenntniß zu einseitig, wir haltenunp gewöhnlich nur an gewisse Vorstellungenrten, !

worauf wir durch eigenes Nachdenken gekommen sind. ^Aber in Büchern finden wir einen Schatz von neuenIdeen, lernen die Lücken in unsrer Vorstelluugsart §

einsehen und ausfüllen. Gute Schriftsteller wenden ^

viele Zeit und Fleiß auf Untersuchungen, und liefernuns durchdachte und ausgearbeitete Wecke über Ge-genstände. zu deren eigener Erfindung uns oft Zeitund Gelegenheit fehlt. Sie können auch Menschenvon jedem A-iter und Stande unterrichten, bey wel- >chen andere Arten von Unterricht nicht so gut ange- 'wendet werden können. Noch ei» Vvrtheil der Lek- !