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1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
Entstehung
Seite
137
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kogik oder Vernnnstlehre

Durch lange und sorgfältige Vergleichung alter Hand-schriften, AammftlLg dc^ aüweichende.i Lesarten, undBestimmung der wahrscheinlich richtigen nach den ange-.gebcnen Regeln, erlangt der Kritiker nach und nach ei-ne Fertigkeit in diesem.Geschäfte« so daß ?r sich nichtseicht meht irrt, . -

§- 179 -

- Die Auslegungskunst (Hermeneutik) schreibtRegeln vor, wie man verfahren müsse,, um den richti-gen Sinn einer Schrift oder einzelner Stellen zu ent-decken.

r) Der Ausleger muß nicht nur die Sprache voll-kommen verstehen, in welcher das Buch gefchrie-

- den ist, sondern auch Kenntniß von den.Sachenhaben, davon es handelt. Er muß auch dasZeitalter, die Sitten, Gebrauche, Geschichte,.Religion, Staatsverfaffung des Volks, wyrun-,ter der Verfasser lebte, und des Letzter» Charak,rer, Stil und Eigenheiten kennen.

s) Den Sinn einzelner Stellen muß er nach demZusammenhänge mit dem Vorhergehenden undNachfolgenden, uild durch die Vergleichung mitandern ähnlichen Stellen aussuchen, Ern billi-ger Ausleser darf nicht einzelne, abgerisseneSatze für sich erklären wollen < ohne ans den Zu-sammenhang zu sehen, weil dadurch der Sin«oft verkehrt tpird.

3) Von dem eigentlichen Sinne der Worte darfman nicht ehe abgehen, bis man Gründe zurVerrnuthung, hat, daß der Schriftsteller bildlichgeredet habe. Man darf ihm auch nicht sh leicht

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