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1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
Entstehung
Seite
136
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rz6^ik oder Vernunftlehre.

weg, was.für oder wider seine eigene oder einergewissen Sekte Meinung war.

5) Durch die Länge der Zeit wurden auch die altenHandschriften oft unleserlich, wenn die Schriftzu sehr erblaßte, oder durch Fäulnip. »derFeuer verdorben worden war.

§. 178.

Eine Schrift kann einem Autor mit großer Wahr-scheinlichkeit zugcschH'ebcn werden:

1) Wenn Zeitgenossen und kurz nach ihm lebende .Schriftsteller sie rhmcheygclegt, und auch Stellendaraus in ihren^Schrisrcn citirt haben.

2) - Wenn der Stil derselben mit dem Stile anderer,gewiß ächten Schriften eben desselben Verfassersübereinkommt.

Z) Wenn nichts darin verkommt, was den zu dehZeit und in dem Lande herrschenden Sitten undsichern Begebenheiten widerspricht.

Bey der Untersuchung der Aechtheit einzelner Stel-len hat der Kritiker'folgende Regeln zu beobachten:

1) Er muß mehrere alte Handschriften vergleichen;d>ie ältesten verdienen den meisten Glauben.

2) ' Er muß sowohl das Eigcnthümliche des Zeitaltersals des Autors studiren, und-auch die Ursachender Verfälschung genau kennen.

3) Weil die Abschriften als Zeugen anzusehen sind,so können auch einige Regeln des 175. H. zurPrüfung angewendet werden.