74 Erfahrungsseelenlchre."
le, langsamer oder schnellerer Umlauf der Säfte, -gute oder schlechte Beschaffenheit der Empsin-dungswerk;euge, größere oder geringere Reizbar-keit der Nerven u. d. gl. — Daher entsteht diegewöhnliche Eintheilung der Temperamentein a) das sanguinische, k) cholerische,c) melancholische, cl) phlegmatische.Aus diesen entstehen mancherlei.gemischte Tem-peramente, B. das sanguinisch - cholerische,sanguinisch-phlegmatische, melancholisch-choleri-sche u. s. w.
2) Verschiedenheit in den natürlichenGeistesanlagen. Inbegriff und Verhalt-niß der sLrkenntniß-, Gefühls-.und Begehrungs-Krafte. Daher entstehen z. B. gute, mittel-mäßige, schlechte'Köpfe; muntere, scharfsinnige,'witzige, träge, blödsinnige, trockene Köpfe.Einige Menschen sind von Natur sanftmürhig,still; andere lustig, ungestüm; einige habenbesondere Anlagen ;u gewissen Gefühlen, Nei-gungen und Affekten.
z) Lebensalter. Kleine Kinder und Erwach-sene, Jünglinge, Männer, Greise, Mädchen,Weiber, sind manchen körperlichen Veränderun-gen unterworfen. Der Körper wächst, seineTheile werden nach und nach fester. ' Die Kräf-te des Körpers entwickeln sich, nehmen wiederab u. s. w. Alles dieses hat Einfluß auf den Geistund Charakter des Menschen. Daher die ver-schiedenen Modisicationen der Gefühle, Neigun-gen, Denkart, Sitten in d>n verschiedenen Le-bensaltern.