^kfahriingsseelenlehre. 73
»
verletzt werden. Wenn der Wille den Gesehen derVernunft folgt/ so ist er moralisch frrn. Die Skla-verei des Willens, ist der Zustand, worin er sich vondkm Einflüsse der stkrgmlgen und Leidenschaften* denBernuustgesetzcn zuwider* bestimmen läßt.
8- ioz. >
Deutliche und lebhafte Erkenntnis der Pflichten,frühe und anhaltende GewöhnungzurNesolgungmo-raiischer Maximen, Belebung und Stärkung deS mo-ralischen Gefühls und aller der Neigungen, die sichdamit zur Erhaltung der moralischen Würde des Man-schen vereinigen lassen, Aufmerksamkeit auf sich selbstund Wachsamkeit , daß unsittliche Neigungen und Lei-denschaften sich nicht festsehen — dieses sind die Mit-tel, wodurch die Thatigkeit und Freiheit des vernünf-tigen BegshrungsvermügenS erhalten worden muß.
MehrereS davon wird in der Moralgesagt werden.
§-
Zum Beschluß noch etwas von den mancherleiVerschiedenheiten der Menschen und de»Ursachen derselben. Maniekann diese Ursachen in na-türliche und sittliche eintheilen. Die erster»« find solche, welche theils gar nicht, theils nur wenigvon der Willkühr der Menschen abhängen: die tttztern«der können von den Menschen mehr oder weniger nachWillkühr bestimmt und verändert werden. , .
I, Natürliche Ursachen.
, -a) Beschaffenheit der Kör"pcrs, Organi-
sation , Nerhaltniß der flüssigen nnd feste» Thei-