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Moralphilosophie.
untere besteht in den sinnlichen Neigungen und Be-gierden, welche die Erreichung angenehmer Gefühlezum Zwecke haben. Wenn die sinnliche Vorstellung einerSache reizt, so erwachet der Trieb nach dem Besitzeund Genüsse derselben, z. B. einer angenehme»Speist. — Das obere Begrhrungsvermögen, oder derWille wird durch Begriffe des Verstandes und derVernunft (wozu sich öfters angenehme oder unange-nehme Gefühle gesellen) zum Handeln bestimmt.
§. 4 -
Wenn die Vorstellungen des Angenehmen, Nütz-lichen , und überhaupt der Glückseligkeit dmWillen des Menschen bestimmen, nach diesen Güter»zu streben, und das Unangenehme und Schädliche ve»sich zu entfernen, so handelt er nach eigennützige»Trieben, (oder nach dem Triebe der Selbst-liebe). Er Muß aus Erfahrung lernen, was seineEilückftlrgke't befördere, oder ihr entgegenstehe; welchesdie besten Mittel zu Erreichung dieser Absicht seven;auf welche Azt er sich diese Mittel erwerben könne.Wey den Erfahrungen gebraucht er auch seineVernunft,Um die Gegenstände seines Begehrens oder Verab-scheuens gehörig zu unterscheiden und zu würdigen,und sich Regeln oder Maximen zu entwerfen , nachdenen er handeln wird» wenn er glücklich werden will.Dieses ist der empirische Vernunftgebrauch, empi-risch vernünftiges Wollen.
Di« Erfahrungen 4er Menschen sind sehr eingeschränktutid öfters trüglich; auch der klügste Mensch kann nie dieFolgen seiner Handlungen genau und Mw iß vorherwissen,