Aesthetik.
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wahr E seyti und gefallen soll, ein Werk Natur seywmuß, — mit allem Fleiße anlegt: daher das Schwülstige»das Affektirte, dLS Pretiöffe, (Kostbare) dasGeschrobene, und ähnliche Fehler gegen die zu jedemschönen Kunstwerke so ncthwcndtz erforderlich« Natürlich-keit- (vcrgl. §. 27a.)
?. 28 y.
ES'fallt nach den bisherigen Erklärungen vor»selbst in die Augen, durch welche Mittel die schonenKünste, von einem Zeitalter auf das andere gebrachtwerden können. Beschreibungen, Regeln und Vor-^ schriften find hierzu bey weitem nicht hinreichend:
denn sie' allein laugen nicht, einen richtigen Begriffi von wahrer Kunstschönheit zu geben. Die Regel»
! müssen mit Anschauungen vortrefflicher Genicwerksverbunden werden, wenn sie theils richtig verstanden,j lheils von dem, der selbst Talente zur Kunst besitzt,
! zur Hervorbringung ähnlicher, mit dem Stempel derOriginalität bezcichneter Produkte angewandt werdensollen.' Es sind und bleiben also währe Genie-werke oder Muster der schönen Künste dieeinzig sichern Leitungsmittel, diese auf dieNachkommenschaft sortzupflanzen.
Da jede lebende Sprache großen Veränderungen unter-worfen ist; so taugen nur die vn tobten Sprache»verfaßten Genieproduktr der redenden Künste zu Musternfür alle Zeiten und Völker. Hieraus ist offenbar, daßdie kulttvirteii Nationen der jetzigen Welt, nur durch einfleißiger und gründliches Studium der klassischen Schrift-werke des Griechischen und Römischen Llterkhums gegendas Aürürksinken in ästhetische Barbarei und Berwilbe»
rung.^ellchert werden, könne»- .. .
I. Lbeil. P