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Aestheiik,
das Kunstgenie vornemlich durch die Änschäuungfremder Genicprodukte; denn Key aufmerksamer Be-trachtung derselben machen die darin dur-gestellten ästhe-tischen Ideen ähnliche Ideen in dem mit Kunstanlazenbegabten Eemüttze rege, und setzen das Talent, ähn-liche Werke herverzubringen, in Thätigkeit: gebildetwird es durch anhaltendes Studium vortrefflicher Ge- ^niewerke und der von diesen abgezögenen Kunstregcln»wie auch durch fleißige Uebung in Darstellung eignerästhGscher Ideen.
Alle wahre Eeniestrvdukte sind kremp lari sch, d. i.sie sind nicht nur Muster, nach welchen, so wie nach de»von ihnen abgezogenen Regeln, andere Kunstwerke zu be- jurtheilen sind, sonder» sie dienen, wie gesagt, auch dazu, fdaß fremdes Genie durch sie aufgeweckt werde und ange> ,hende Künstler in der Art, ihre Ideen zu bearbeiten und ,darzustcilcn, sich »ach ihnen bilden, ohne daß jedoch ihre fOriginalität dadurch verloren gehen darf. Auch dürfenselbst die vortrefflichste» Grrsiewrrke nie für Urbilder ider Schönheit oder für Produkte der höchsten mirerreichbaren Vollkommenheit gehalten werden. Sie sind iUnd bleiben immer der Beurtheilung des Geschmacks un- fterworfen, und nachfolgende Künstler von wahrem Geniewerben solche nicht nur zu erreichen, sondern auch, MMöglich, zu übertreffen und so Lein wiewohl nie ganz mreichbaren Ideale der S ch ö »h eit noch näher, altihre Vorgänger, zu kommen suchen. I
Die Nachahmung eines Genieprodukts darf nie lNachäffung werden, d. i. man darf nicht, mit völli« sgor Lerzichtleistung auf Originalität, alles ohne Unter- j. schied, selbst die Unvollkommenheiten und Misgestaltma» demselben nachmachen. — Ein anderer diesem entgegen-gesetzter Fehler ist das sogenannte Manierircn, d. siein sichtlich mühsames Streben nach Sonderbarkeiten, wo lmau, um sich so weit als möglich von den Nachäffern z»«ntferneq, alles auf Originalität — die doch, wofern sie
wahr