xyH Aesthetik.
Unordentlich durch einander liegender Felsenmaffen! Wiemannigfaltig und unterhaltend ist das Spiel, in das einelebhafte Einbildungskraft und, durch diese, die inner»Gefühle bey dem Anblicke dieser und tausend ähnlicher Ge-genstände gerathen! unih was anders macht diese so anzie-hend , als die sich ihnen affociirenden Ideen und Empfin-dungen ?
Gefühle, Gemütsbewegungen und Affekte, welche er-habene Gegenstände haben, oder mit Empfindungen desErhübe-.en gemischt sind, heißen selbst erhaben. Sogiebt es eine erhabene Liebe, eine erhabene Hoffnung undFreude, ein erhabenes Entsetzen, u. di gl.
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Die Menschen stimmen in Ansehung deS Wohlge- jMens am Großen und Erhabenen weniger über- jein, als in der Beurtheüung des eigentlichen Schönen, lDenn ausserdem, daß die Begriffe vom Großen, !Neuen, Wunderbaren, u. s. w. sehr relativ sind, sosetzt das Gefühl des Erhabenen auch weit mehr Kulturder Gemüthskräste, besonders der sittlichen Vermö- -gensarten, größer» Reichlhum an Ideen, mehr Feuer ider Einbildungskraft, mehr Stimmung für ernste lEmpfindungen und Affekten voraus, als die Lust am ^Schönen. Wem es an den genannten Eigenschaften ^fehlt, dem wird manches entweder unbedeutend, oder fchlos schrecklich und gräßlich erscheinen, was in gebilde- !lern Gemüthern die interessantesten, oft die seelener-hebendsten Gefühle erweckt.
Die gewöhnlichen Fehler gegen bas Große und Erhabe-ne sind: 1) das Schwülstige, (in den redenden Kün-sten PhöbuS, Bombast genannt) oder diejenige Artdes Unschick.ichen, wo di« Kunst sich höher zu erheb«»sucht, als dem Gegenstande angemessen ist; ») das Rii»