Druckschrift 
1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
Entstehung
Seite
193
Einzelbild herunterladen
 

Aesthetik. ryz

«der byUamrsch-Große, insofern eS zugleich furcht-bar ist, verdient diesen Namen. Ein Zimmer voll Pest-kranker ist furchtbar und Gefahr drohend genug, abernicht erhaben: ein Bombardement, oder eine Bataille istzugleich erhaben,

§- 2Z5.

Ost finden sich mehrere Arten des Großen oderErhabenen in einem Gegenstände vereinigt. DaSunermeßliche, vom Sturme durchwühlte Weltmeer,ungeheure, den Einstur; drohende Felsen, wie auchdie vom wirklichen Einsturze derselben, oder von de«Zerstörungen eines Erdbebens übrig gebliebenen un-ordentlich durcheinander liegenden Trümmer, sini»mathematisch- und physisch - dp'namisch - 'er -haben zugleich. Das'intellektuell- und ma-thematisch - E rhab en e findet, sich beisamme«in der Vorstellung des durch die höchste Weisheiteingerichteten und regierten Weltalls. Gegenstände»in welchen Schönheit mit Große oder Erhabenheit ver-bunden erscheinet heißen prächtig, z. B. viele Wer-ke der Baukunst, Siegespforteu, Illuminationen»die Aussicht über eine schöne und zugleich unbegränztvLandschaft, der gestirnte Himmel, die am heiter«Horizonte ausgehende Sonne, rc.

Es verknüpfen sich.mit dom Großen und Erhabenen,wie mit dem Schöuen (vecgl. K. 241.) oft noch allerhandbald näher bald entfernter verwandte anziehende Vorstel-lungen und Gefühle von ernster und schauerlicher Art.Wie gern verweilt man bey der Betrachtung weiter Ein-öden, dunkler, zu schwermüthigem Nachdenken einladen-der Wälder, Gebüsche und LHLler, wo tiefe Stilleherrscht, großer Ruinen von ehemals berühmten Schlös-sern. Klöstern und Städten, regellos aufgethürmter oderI. Lheil, N

»