Aesthetik.
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Dasjenige, was den Namen des Erhabenen eigent-lich verdient, ist, genau zu reden, nicht sowohl das ästhe-tisch-unermeßliche Objekt, als vielmehr die durch dessenAnschauung veeanr« ßte Gemüthsstimmuug nebstden damir zusammen! äugenden Gefühlen, welche disSeele desto lebhafter bewegen, da sie aus Lust und Unlustzusammengesetzt sind: das Kemüch befindet sich gleichsamin einem Anstande der Erschütterung, indem es sich wech-selsw-ye durch die Wahrnehmung seiner Beschränktheitund Schwäche gedemütdiak, und durch das Bewußkseynseiner höher» Kraft und Würde wieder erhoben fühlt.
Die hier entwickelten Ideen und Gefühle sind oft zwarnur sehr dünkel vorhanden: daß sie es aber wirklichfeyen, bieder Borstellung des Mathematisch-Erhabenen(;. B. der unbegränzten Aetldauer, der. Dauer dcSmenschlichen Geschlechts, des unermeßlichen Himmels-raums, u. d. gl.) soviel Kraft mittbeilen, das Gcmüthim Innersten zu bewegen, das mag einen jeden die auf-merksame Beobachtung sriner selbst lehren.
§- 251.
Jeder sinnlich-wahrzunehmende Gegenstand, dereine intensive Größe ankündigt, die nicht nurdaL Gewöhnliche, sondern aste unsre Fassungskraftübersteigt, oder doch nur mit äusserster Anstrengungderselben kann vorgestellt werden, gehört in's Gebiettcs dynamisch-Großen (eigentlich, des ästhe-tisch - dynamisch - Großen) überhaupt. Die-ses theilt sich in das p h y si s ch -, in das inrellektu -est-und in das moralisch-dynamisch-Große.
Physisch - dynamisch-groß ist alles, was einenhohen Grad von physischer Stärke, Gewalt, Heftigkeit,Geschwindigkeit, oder zerstörender Kraft, u. d. gl. wahr,nehmen läßt, ;. B. Stürme und Ungcwitter, ErdbebenUnd Vulkane, ein erschütternder Schall, wieder rollendeDonner einet Kanonade; desgleichen heftige Ausbrüche