Aesthetik. 183
pfindimgen der siebe, der Bewunderung und der Nach-eiferung.
tz, 246. ,
Das Gsgentheil des Schönen ist das Häßliche,welches eigentlich in Formen, Bewegungen, Farbenund Tönen besteht, oft aber auch noch durch mancher-lei zugesellte Ideen und Gefühle einen großen Zuwachserhält. Die Häßlichkeit ist nicht blos Mangel derSchönheit, (denn das Nichtschöne ist darum noch nichthäßlich); sondern sie besteht in derjenigen sinnlichenBeschaffenheit eines Objekts, vermöge welcher dasselbeunmittelbar in der Anschauung den dem uninteressirteNWohlgefallen gerade entgegengesetzten Eindruck deSMißfallens, der Unlust und des Ekelö her-vorbringt.
So viel vom Schönen überhaupt. Nun folgen eini-ge Bemerkungen über das Große und Erhabene,über das Rührende und das Lächerliche, als dievorzüglichsten Quellen derjenigen Eemüthsrührungen, siesich bald mehr, bald weniger mit dem Wohlgefallen ameigentlichen Schönen verbinden, vornehmlich in so fernsi' durch die Kunst auf eine solche Weise dargcstellt wer-den, da» durch sie die Phantasie zu einem leichten Spielein Harmonie mit dem Verstände belebt, und ihnen aiifdiese Art die Form der Schönheit mitgetheilt wird.
Vom Großen und Erhabenen.
§. 247.
Aesthe tisch - groß überhaupt heißt in derKritik des Geschmacks jedes sinnlich vorstellbare Ob-