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1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
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181
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Aesthttik.

für berechtigt, das Wohlgefallen am Schönem allenMenschen anzusinnen, oder unfern Geschmacksurthei-len Allgemeingültigkeit beizulegen. Je mehr zufäl-lige Reize und Rührungen der Phantasie undder Gefühle sich aber unfern Geschmacksbelustigungennach §. 241. 242. beimischen;, desto weniger dürfenwir in Ansehung derselben auf allgcmeino.BeistünmungAnspruch machen, weil sich in Rücksicht auf diese Reizeund -Rührungen ein großer Unterschied unter den Men-schen findet.

§- 244.

Alle Schönheit wird eingecheilt in freie Schön-heit. (pulccknntncko vaAn) und in, an hängende! Schönheit (pulLlrritucko ncklinerens). .Die e r,-^ st ere ist diejenige Schönheit, Key deren Beurtheilungs gar nicht auf Vollkommenheit, Bestimmung., Zweck-st Mäßigkeit, oder Nützlichkeit des Gegenstandes Rück-^ - sicht genommen wird, (z. B..die Schönheit der Blu-i men, Vögel, - Insekten, eines Lustgartens, einerMusik ohne Text, besonders der sogenannten Wusika-

) iischen Phantasieen); die andere ist diejenige Schön- ,j heit, Key deren Beurtheilung die Begriffe von Zweck,

- Bestimmung, Vollkommenheit, oder von dem, wasdas Ding feyn soll, auch in Betrachtung kommen.Rm z. B. zu beurtheiien, was an einem Manne undwas an einem Weibe schön sey, muß ich beider Be-stimmung, vor Augen haben: und da wird sich sichen,daß manches an dem Manne schön ist, weil es seinerBestimmung angemessen, oder gar. ein Ausdruck seinerVollkommenheit, (z. B. des Mnths, der Stärke, u.d. gl.) ist, was zu der Bestimmung des Weibes nichtst paßt, und also an diesem Leine Schönheit seyn