»78 Äesthetik.
Zeichnung; ein Musikstück, das Anmuthigkeir derTöne mit schöner Form der Komposition verbinde!,
u. d. gl.
Genau genommen, sind liebliche Farben undLöne nicht eigentlich schön, sondern sinnlich ange,nehm (wie z. B. eine wohlsckmeclcnde Speise, oder ei-ne wohlriechende Blume.) Weil indessen die Farben undLöne in Ansehung ihrer manuigsaltigen Mischungen undAbwechslungen selbst einer sa össcn Form ganz vorzüglichempfänglich sin'd,-auch die Formen der Objekte in Aus-dehnung und Zeitfolge anschaulicher und abflechender dar,stellen? so können liebliche Farben und Töne, insofernsie mit schönen Formen verbunden sind, und mit denselbengleichsam in Eins zusammenstbmelzen, auch Mit zum rei-nen Schönen gerechnet werden. Schön heißt all» einGemälde zwar eigentlich und vorzüglich wegen seinerZeichnung; nächst dieser aber doch auch wegen de-reizenden Kolorits: eben dies gilt auch von cincinMusikstücke i» Ansehung der Composition und deranmuthigcnLöne. ^
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DaS Wohlgefallen an schönen Objekten wird invielen Fällen sehr erhöhet durch mannigfaltige zur An-schauung derselben sich mehr oder weniger regelmäßigzugesellende Vorstellungen und Gefühls,wodurch die Gemüthskräfte (Verstand, Einbildungs-kraft, innerer Sinn und Witz) noch mehr belebt undin eine durch sich selbst unterhaltende Thätigkeit verseht szu werden pflegen. Einige Beyspiele werden diesesklärer machen.
Schöne Gegenstände, die Man oft mit andern anziehen-den Ob'ekten zugleich «ahrgenommen, oder sich in derPhantasie vorgestellt hat, erhalten durch diese Bcrbin-