Aesthttik.
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Will man diese leicht zu fassende Einheit km Mannig-faltigen sinnliche Va l lksmrn e nt> eit nennen unddieses für eine Erklärung des Schönen ausacben; so ver-gesse man nur nicht, daß die ssnnlichoollkommnc Form ei-nes Objekts, welches schon sey» soll, unmittelbar in derAnschauung an und durch sich selbst'gefallen müssefwie dies z. B. bey einer Blume, einer Muschel, derFall ist), nicht etwa, wie das Gute und Nützliche, ver-mittelst des Begriffs von einem dadurch zu erreichendenäussern Zwecke. Die Schönheit ist die von aller Vorstel-lung eines äussern Zwecks unabhängige innere Zweckmä-ßigkeit eines sinnlichen Objekts, d. i. die TauglichkeitHer Form desselben zu einer solchen, harmonischen Beschäf-tigung der Erkenntnißvermdgen, -oder zzir Hervorbrin-gung eines solchen VcrstcllungszustandeS, dessen wir unsmit einem unmittelbaren Lustgefühle bewußt sind.
ß. 240.
Ein sinnlich Mannigfaltiges, das an sich ganzglüchgülkig ist, kann durch seine bloße Form schönwerden. So wird z. B. aus einer Menge unansehn-licher Steine ein schönes Gebäude-, aus simpeln Zügenmit der Reißfeder eine schöne Zeichnung, aus einerReche von rohen Trommelschlägen durch regelmäßigeZeitabmeffungen ein gefallendes Spiel für's Gehör,u. s. w. Dies ist die reine formale Schön-heit und ihre Wirkung eigentlicheGeschmacks-lust oder ästhetisches Vergnügen im eng-sten Sinne. — Zn etwas erweiteret Bedeu-tung gehören ins Gebiet des reinen Schönen auchdiejenigen Objekte, wo ausser der an sich gefallendenForm auch die Materie oder das Mannigfaltige, wor-in die Form hastet, sinnliche Reize hat: z. B.eine nicht nur schön geformte, sondern auch durch ih-re Farben annehmliche Blume; eine gut illuminirteI- Lheil. M