Erfahrungsseelenlehre.
r3
Gegenstände-empfindet.— dieses alles erschwert dieSelbstbeobachtung, und macht, daß sie erst hinterherangestellt werden kann, wo aber sreylich manches nichtin der gehörigen Klarheit und Richtigkeit erscheint.
z.) B-obachtunge» über andere Menschen sindnichl'Huverlässtg, weil wir ihnen nicht ins Herz sehenkönnen. Sie pflegen sich öfters alsdann desto mehrzu verbergen, wenn sie merken, dast sie beobachtetwerden. )
4.) Es giebt wenige Menschen, die sich selbst bxob--«chten. ' Unter diesen wenigen sind.manche, die ihreSelbstbeobachtungen .Niemand mittheilen; manche,die aus Hnteresse nur halb wahre oder ganz falsche Be-merkungen über ihren Charakter mittheilen-,-wenn siezlaüben, daß ein aufrichtiges Geständnis-ihnen nach-«heilig.seyn könnte^.
Doch alle -diese Schwierigkeiten sind nicht-ubüberwinb-- lich, Sie sollen.rms. nur.desto mehr .anreuen, um durchAnstrengung und Fleiß die Kenntniß des,Menschen, erwei-tern und befördern zu Helsen.
' §- 14 '
^ Der Nutzen der Psychologie ist mannigfaltig.
, 1.) Sie ist sehr angenehm und unterhaltend.Durch -sie werden der Beobachtungsgeist und das Nach-denken. über den Menschen, -seine Kräfte, seine Vor-züge vor andern Geschöpfen, seine Neigungen und Lei-denschaften erweckt; und dadurch überhaupt die Lust zudem Studium der.übrigen philosophischen Wissenschaf-ten erregt und unlerhalten.
2.) Das Studium der Geschichte, Sprachen,Lebensgrt und Sitten der Volker, wird nur dadurchrecht.nützlich und interessant, daß man sich gewöhnt.