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1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
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12
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Erfahrungsseelenlehre.

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§. 13 - -

Der Psycholog muß auch die vielen Schwierigkeitten bey dem Studium der menschlichen Seele kennen,um sich vor übereilten Schlüssen und Jrrthämecn zuhüten. Die vorzüglichsten Schwierigkeiten sindfolgende:

1. ) Man kann seine eigene Seele als ein geistigesWesen nicht wie die Körper durch äussere Sinne beob-achten, sondern nur durch den innern Sinn; unddieses erfordert viele Anstrengung. Innere Erschei-nungen sind nicht so lange dauernd, als die Erschei-nungen des Körpers. Man kann sie nicht so nach Ab-sicht verändern und leicht wiederholen, wie die körper-lichen. Die Seele muß zugleich Beobachter und beo-bachteter Gegenstand seyn; wie leicht geschieht es also,daß sie den rechten Augenblick zur Beobachtung unge-nützt vorbeygehen laßt, oder daß sie sich desjenigen Zu-standes, über welchen sie Untersuchungen und Beobach-tungen anstcllcn will, nur unvollkommen, ja gar un-richtig erinnert! Ferner werden auch die.körperlichenUrsachen von gewissen Seelonzuständen nicht selten ausder Acht gelassen, weil die wechselseitigen Einflüsseder Seele uüd des Körpers nie vollkommen eingesehen,werden.

2. ) Vorzüglich ist es in dem Zustande der Leiden-schaft fast nicht möglich,, daß der Geist, der zu sehrbeschäftigt ist, und von Gefühlen bestürmt wird,deutliche und richtige Beobachtungen über sich anstelle»könne. Die Menge dessen, was in kurzer Zeit zu be-merken wäre; die duykcln Vorstellungen, welche oftUrsachen von wichtigen Veränderungen sind; das staerke Interesse, welches die Seele alsdann für ander--