kannten Wahrheit nicht verträgt. Da nun jenes doch mitdem Begriff der Freiheit nicht der Fall ist, so müßte wenig-stens ausdrücklich erst irgend eine bestimmte Wahrheit alsausgemacht vorangestellt werden, ehe sich sagen ließe, daßfolgerechter Verstand keine Freiheit statuiren könne, weileben ohne eine solche Voraussetzung auch kein -mweeckeu»da ist, in Bezug auf welches von einer Consequenz desVerstandes die Rede sein kann, wenn aber die Voraus-setzung beliebig ist und nur auf einer inneren Nöthigungzu beruhen braucht, man gar nicht einfieht, warum nichtdie Freiheit selber diese Voraussetzung soll abgeben kön-nen, wie sie denn auch im Fichtischen Idealismus wirk-lich zum Prinzip und Mittelpunkt des Systems ge-macht ist.
Man mag indessen jenem Ausspruch zu einem Sinnaufhelfen durch eine Prämisse durch welche man will, sobleibt er nothwendig auch dann immer nicht bloß höchsteinseitig und willkürlich, wiefern eben die Freiheit jadieselben Ansprüche darauf hat Prämisse zu sein, wiejede andre Wahrheit, sondern geradezu ungereimt, weilwenn die Freiheit unter irgend einer gegründeten Voraus-setzung wirklich gegen den Verstand stritte, es ja auchschlechterdings unmöglich wahr sein könnte, daß Freiheitist, da alle Wahrheit anerkannt im innigsten Zusammen-hänge mit einander stehen muß, wir aber von keinem Zu-sammenhänge wissen, wenn nicht für den Verstand.
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