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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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190
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Wo du glauben mußt, daß man dichbeurthcilen werde, da rede so wenig alsmöglich; bey vielen Worten kann man sichleicht übereilen.

Sucht man dich in Gesellschaft absicht-lich heiter^ und aufgeräumc zu machen, sosey äußerst vorsichtig. Gemeiniglich thutman cs darum, um deine schwache Seitezu belauschen, oder sonst etwaö von dir herauszu locken.

Verwende dich nicht für jemanden, oh-ne vorher fest überzeugt zu seyn, daß seinGesuch gerecht und es möglich ist, die Ge-währung desselben zu erhalten.

Mt Kindern, mit Alten, Hartherzigen,Schlechtdenkenden und solchen, die einschwaches Gedächtniß haben, handle so vielmöglich, in Gegenwart von Zeugen und laßdir ihre Aufträge oder Befehle schriftlich er-theilen.

Bediene dich derer, die dir einen gutenRath gegeben haben, nicht leicht zur Aus-führung desselben. Sie werden bei- unvor-