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Nicht immer sind es außerordentliche Gei-stesgaben, durch welche sie unsre Verlegen-heit heben, öfters sind es Erfahrung undLektüre. Man sollte daher niemahls einengute» Rath verwerfen, bevor man ihn nichtreiflich überlegt hätte; denn es gehört nichtweniger Beurtheilung dazu, guten Rath zubenutzen, als Einsichten und Weisheit,heilsame Rathschläge zu ertheilen.
Ein weiser Mann wirft seinen Rathnicht leicht an einen Leichtsinnigen weg; dennein Thor glaubt Niemandes Rath zu bedür-fen. Nur der Weise versieht die Kunsi, gu-ten Rath zu geben und anzunehmen, denner ist überzeugt, daß Niemand weis, wieviel er nicht weis.
Gib nicht bloß guten Rath, sondernlehre auch handeln und helfe. Bcym Rath-geben müssen auch die Mittel zur Ausfüh-rung dabey seyn.
Niemand kann in einer unglücklicher»Lage feyn, als der, welchem es an Fähig-keit fehlt, Belehrung zu geben oder anzu-nehmen.