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i4- Gibr Andern Rath und nimm ihnvon Ander» an.
Unter allen Gefälligkeiten, die ein Menschdem andern zu erweisen vermag, leistet erkeine mit mehr Vergnügen und Selbstzufrie-denheit, als die, Andern einen guten Rathzu ertheilen; denn ungerechnet baß ihm die-ser nichts kostet, so macht er dadurch seinemeigenen Verstände ein Compliment. Gewißist die Bereitwilligkeit, Andre zu berathen,ein Zeichen der günstigen Meinung, die manvon seiner eigenen Klugheit hat, und einaufrichtiges Wohlwollen pflegt oft den ge-ringsten Antheil daran zu haben; denn beyden meisten Gelegenheiten ist ein guter Rathdie Folge einer gleichgültigen Gesinnung,und ersetzt den guten Willen desjenigen,der keine Lust hat, dem Andern einen Dienstzu leisten. Oft lieben dergleichen rathgebendeFreunde nur ihren Beutel und sich selbst.
Es ist nicht zu läugnen, daß zu man-chen Zeiten und unter gewissen Umständen,guter Rath eine Wohlthat des Himmels ist,welche uns Gott ausdrücklich und oft durchganz einfältige Leute zu Theil werden läßt«