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Unsre eifrigsten Nachforschungen sollte«hauptsächlich auf die uns selbst betreffendenAngelegenheiten gerichtet seyn; denn da wer-den wir so manches Vergehen in unserm Ge-spräch , so manche Stöhrung in unsrer Seeleund so offenbare Fehler gegen unsre Pflichtfinden, daß die Besserung derselben so vieleZeit hinwegnehmen wird, um uns keine Muffezu lassen, boshafte Bemerkungen über dieFehler Anderer zu machen.
Beleidigende Worte werden durch Ver-achtung unterdrückt, aber Empfindlichkeitgibt ihnen neues Leben.
Redet ein Mensch übel von uns, s»muß uns dies zur Warnung dienen, ohneuns über die Verläumdung zu ärgern. Derist tehr unglücklich, welcher seinen Werthnach der Meinung andrer Leute berechnet,und dessen Seelenfriede von ihrem Urtheileabhängt.
Die Verläumdun, verstummt, wenn fiefindet, das Gute ist ohne Anspruch undPrahlerei) geschehen.