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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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132
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Es gtN drey. Arten Undankbarer; wo-von die erste diejenigen begreift, welche nachryipfangenen Wohlthaten unsre Gesellschaftmeiden, als ob sie sich schämten, uns Ver-bindlichkeiten schuldig zu seyn. Die von derzweyten Art sind noch schlimmer, denn wenndiese auch Gelegenheit haben, ihre Verbind-lichkeit gegen uns beweisen zu können, soziehen sie sich zurück, und thun es nicht.Die dritte Art enthält die verworfensten Un-geheuer; denn anstatt des Guten, mit demwir sie überhäuft haben, fügen sie uns allesDöse zu, das in ihren Kräften steht.

Großen Seelen ist es eigen, die Wohl-thaten, mit welchen sie Andere überhäufen,gering zu achten, diejenigen aber, welcheman ihnen erzeigt, in ihrem Herzen aufzu-bewahren.

Unter allen menschlichen Lastern unter-gräbt keines die Menschlichkeit so sehr, alsUndankbarkeit; denn der, welcher ihrer schul-dig ist, ist seiner Seele unwerth, da er nichtTugend genug hat, um Gefühl für das ihmerzeigte Ehrte zu haben, ober das Verdienst