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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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131
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i:> der Lugend macht den Wohlthäter undden Empfänger einen des andern würdig.Zu große Eile, eine Gefälligkeit zu erwie-dem, ist eine Art von Undankbarkeit.

Wer den Willen hat, dankbar zu seyn,der ist es auch.

Empfängst du eine Wohlchat, so ver-giß sie nie; erzeigst du eine, so erinnere dichnie daran.

Der Dankbare gleicht einem Baume,er führt die seinen Zweigen zugeführten er-nährenden Säfte wieder zur Wurzel zurück,von welcher er sie empfing. Gleich dem Flußeführt er sein geliehenes Wasser wieder zumWeltmeer.

Verlange niemahls von andern Dank,desto mehr wirst du einernken.

Bezahle andere, weil es billig ist, deineSchuld abzutragen, und nicht, um destoleichter in der folgenden Zeit Jemanden wie-der zu finden, welcher dir Gutes thut.

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