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Wenn du den Witz eines Andern zu bil-lige» scheinst, so wird er dir allerdings Ur-theilskraft einräumen.
Witz ohne Gutherzigkeit ist ein schnei-dendes Schwerdt, das allenthalben, wo esdurchfährt, Wunden und Schmerz zurück läßt.
Es ist ein eben so großer Unterschiedzwischen Witz und Weisheit, als zwischendem Talent einesHofnarrcwuNd einesStaats-mannes; und doch gilt in dem gewöhnlichenLaufe der Welt oft das eine für bas andere.
Je weniger Witz ein Mensch hat, destoweniger sieht er ein, daß es ihm daran fehle.
Der ist in der Thal ein sehr unfähigerRichter des Witzes, der harmlos glaubt,daß er dessen zu viel habe, als irgend einMensch bedarf«
Witz und Beurtheilungskraft verhaltensich gegen einander wie Mann und Frau.Einer muß den andern wechselseitig unter-stützen. Sie dürfen sich aber nicht in denHaaren liegen.