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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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Seite
113
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Gesicht eine gewisse Mine, welche liebens-würdiger ist als Schönheit.

Man fällt leicht in Jrrthum, wenn mansich zu sehr zu gefallen bemüht; und derGegenstand unsers Gesprächs wird oft ge-schwächt durch die zu angestrengte Sorgfalt,ihm eine angenehme Mannigfaltigkeit zu ge-ben, welche hervorsiehendcr seyn würde,wenn sie natürlicher wäre.

Rede im Gespräch Andere öfters mitihrem Titel an; nichts beleidigt schwacheMenschen mehr, als die Unterlassung dieserfür sie so wichtigen Sache.

Mit denen, die melancholischen Tem-peraments sind, sey ernsthaft, mit Chole-rischen lustig, und geduldig, wenn du ge-ringer bist.

Sinne vor der Hand so viel du kannst,über das nach, wovon du reden willst ; den-ke die Scene, welche du nachher nach Ge-fallen ändern kannst. Auch bereite dich aufjeden möglichen Fall vor, und überlege vor-her, z. B. wenn dich jemand in einer Ge-sellschaft aufzöge, wie du ihm, ohne daßman merken kann, du fühlest den Stachel,

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