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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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nicht gern dich bewundern, sondern du sollstihnen gefalle». Sie wollen nicht sowohlbelehrt, und nicht bloß ergötzt, sondern aus-gezeichnet und beklatscht werden. Du mußtnicht sowohl viel Geist zeigen, als viel-mehr andern unterliegen.

Wenn du von einem Dritten redenmußt, so verschweige seinen Nahmen, jaauch den Ort, die Zeit und alle ihn kennt-lich machen könnende Umstände, damit nichtetwa ein Vorbeygehender, wenn er es hört,errathen könne, von wem die Rede sey.

Richte dich immer nach den Fähigkei-ten derer, mit denen du dich unterhältst.Das Gespräch einiger Menschen ist wie dieSterne, welche Licht geben, weil sie so hochsind.

Alten Leuten gib den vornehmsten Platz,dulde ihre Erinnerungen, lobe sie; verehresie; denn sie beschweren sich leicht.

Lache nicht mit dem, der einen andernaufzieht; denn man wird alsdann sicher vondem gehaßt, den jener lächerlich macht.

Gutmüthigkeit ist angenehmer im Um-gänge als Witz, und verbreitet über das

Gesicht