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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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schäften begleiteten Tugend nicht, und ziehenuns, ehe es zu ernstlichen Verständnissenkommt zurück.

Manches junge Mädchen fühlt den ho-hen Werth der ungekünstelten Schönheit nicht,und läßt sich nicht träumen, wie tief ihndie Männer fühlen. Es entstellt den zar-ten Liebreitz seiner Jugend, durch das Be-streben etwas zu scheinen, was es nicht scynkann, was eS nicht kleidet. Es erborgtfremde Stimme, fremden Gang. Es trach-tet nach dem, was ihm nicht eigen ist,sucht Vorzüge auf, die außer ihm liegenund ist nur dann mit sich selbst zufrieden,wenn es ihm gelingt, sich von sich selbst zuentfernen.

Die Männer schließen fast allemahl vonder Sprache und von der Miene des Wei-bes auf ihr Herz, und irren sich selten indieser Schlußart, da in ihren Augen, wasdiesen Punct betrifft, ein gewisser Wahr-sagergeist liegt. Wer überhaupt mit Leich-tigkeit und Scherz von den Ausschweifungender Liebe sprechen kan», steht selbst auf ei-nem schlüpfrigen Boden.