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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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daö ganze Geschenk weit Übertreffen, undstc wird den Kürzern ziehen.

Die Klippe, an welcher junge, in Ein-gezogenheit ausgewachsene Frauenzimmer ge-wöhnlich scheitern, besteht darin, daß siedie im gesellschaftlichen Umgänge gebräuch-lichen Höflichkeitsbezeugungen für Liebe neh-men, wozu sie eine thörichte Eitelkeit ver-leitet.

Das Gefühl eines ehrliebenden Man-nes wird immer empört, wen» er steht,daß die Weiber eine so entschiedene Nei-gung zum Falschen, und eine so starke Ab-neigung gegen das Wahre haben.

Das Publicum setzt immer mit Grundvoraus, daß diejenigen Weiber, die gemein-schaftliche Vergnügungen gentesen, auch ge-meinsame Sitten habe».

Die Pflicht der Weiber ist, tugendhaftzu seyn; ihre Privilegien aber scheinen sichnur auf das äußere Ansehen der Tugendeinzuschränken. Manche Weiber vergessenihre Pflicht; aber alle denken ohne Unter-laß an ihre Privilegien.