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Wer sich nur seiner Ahnherren rühmenkann, gesteht, daß er selbst keine Tugendbesitze. Eine andre Person kann nicht fürunsre Ehre gelebt haben; auch können wirdie Ehre nicht als die unsrige betrachten,welche lange vor unserm Daseyn war: dennwas kann es doch einem Blinden helfen,daß seine Aeltern gute Augen hatten?
Titel und Ahnen geben einem gutenManne desto mehreren Glanz, machen aberden schlechten um desto verächtlicher. Lasterschändet selbst einen Fürsten, und Tugendehrt mau selbst an einem Bauer.
Es gibt keinen wahren Ruhm, keinewahre Größe, ohne Tugend ; ohne sie miß-brauchen wir alles Gute, das uns zu Theilgeworden, es fey groß oder klein, einge-bildet oder wirklich; ohne Tugend machtuns Reichthum entweder habsüchtig oder ver-schwenderisch ; ohne sie macht uns der Be-sitz schöner Pallasie zu Verächtern der Armuth;ohne sie schmeichelt eine große Zahl von Be-dienten dem menschlichen Stolze, der sie wieSclaven behandelt; und ohne sie eignet sich
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