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3. Scene.
Die Vorigen, v. Spangenberg, v. Spitz und v- Spatz.
Fürst. Erwarten mich die Herrschaften in der Ro-tunde — ich werde gleich bei Ihnen sein.
Oberhofm. (zu v. Spangenbcrg). Ich glaube, manober, wir haben gewonnenes Spiel!
(Alle ab außer dem Fürsten.)
6 Lcene-
Der Fürst (allein).
Fürst. Dorothea! — Dorothea, Du mit DeinenVeilchenaugen! — (Nach einer Pause.) O, schweigt ihrgrausen Echo's in meiner Brust, die ihr die dämonischenVerdächtigungen jener Elenden nachklingt. Hätte ich dochnicht geglaubt, daß sie einen Ton anzuschlagen wüßten,der alle Saiten meiner eigenen Seele in so wilde Schwing-ungen bringen könnte. — Aber nieder mit dem Verdacht!— Armes Kind — so will sich die beleidigte Erbärmlich-keit an Dir rächen. Sie halten Dich wirklich für schuldig;denn eine Unschuld wie die Deine übersteigt um Himmels-höhe ihre Einbildungskraft. Wenn Du ihre eiteln Herzengewonnen hättest, wer weiß, wie sie sich tummeln würdenDeiner vermeintlichen Treulosigkeit beizustehen. — Aberden Schein — den Schein haben sie zu ihrem Verbündetenund haben all seine bunten Lampen angesteckt, um Dich,Kind, im Lichte eines Ungeheuers zu zeigen. — Die ver-schlossenen Thüren — der geheimnißvolle Koffer — derMann im schwarzen Mantel — und als letzter Gifttropfender Oberhofmeisterin in meinem Ohr — die sechszehn Jahreder Fürstin —- und die Furchen auf meiner vierzigjährigenStirn! — O, ist ein Gifttropfen durchs Ohr in die Seelegeflossen — alle guten Geister dadrinnen mähen sich ver-gebens ihn wieder auszuscheiden. Den Schlüssel — denSchlüssel! (Schnell ab in's Ladinct.)