Lrster Aufzug.
Im fürstlichen Palais.
1. Scene.
Oberhofmeistcrinv. Horchheim u. Kammerherr v. Spangenberg.
Oberhofm. Die junge Fürstin vermag Alles beimFürsten. Was eine Jugendfrische von eben sechszehn Jahreneiner vierzigjährigen Hypochondrie abgewinnen kann —das hat sie von ihm gewonnen, und — ohne etwas dazuzu thun — ohne es selbst nur zu ahnen.
t>. Spangenberg. Sie meinen also — wenn wir diejunge Fürstin für unser Projekt gewännen —
Oberhofm. Dann wird unser Gegner, der Hofmar-schall aus dem Sattel gehoben — das Fürstenthum wirdzu einem Brennpunkt der feinen Welt, zu einem kleinenVersailles — und für uns beide, mon aber, zu einemEldorado.
p. Spangenberg (mit einem Seufzer). Ja, wenn unserhochseeliger Fürst noch lebte — der würde unser Projektsogleich mit dem größten entkoumasmo embrassiren — aberseit den drei Monaten, daß unser jetziger Fürst den Thronbestiegen, scheint Alles anders werden zu sollen. Er wirdschwerlich auf unsere inteutions eingehen.
Oberhofm. Haben wir erst die Fürstin gewonnen— mag er sich dann zu Anfang sträuben — er wirdschließlich doch einsehen, daß er Geld haben muß — und