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Fürst- Und es begegnete ihm Niemand auf diesereinsamen Gallerte?
Oberhofm. Mein Dienst führte mich gerade zurStelle.
Fürst. Ah — Ihr Dienst! — Nun — kannten Sieden Herrn?
Oberhofm. Es war dunkel — und er hielt'den Zipfeldes Mantels vor's Gesicht. Es ist nur eigcnthümlich —
Fürst. Und was glauben Sie, das der kleine Kofferenthalte?
OberhoflN. O — ohne Zweifel Familienpapiere.Es könnten allerdings auch Wohl Correspondenzen undkleine Andenken —
Fürst. Was für Correspondenzen und kleine Andenken?
Hofmarschall. Durchlaucht wollen sich erinnern, daßdie Hand der Fürstin ehedem dem Prinzen Emil vonHauenstein zugesagt war.
Fürst. Nun — er wird ihr vielleicht ihre Corre-spondenzen und kleinen Andenken zurückgeschickt haben. —Es wäre allerdings auffallend, wenn sie sich allabendlichmit solchen Correspondenzen und kleinen Andenken einschlöffe!
Oberhofm. O, Durchlaucht — es wäre das gewißganz gefahrlos; denn wenn auch die Fürstin fast noch inkindlichem Alter steht, so hat sie doch Verstand und Ge-schmack genug, einen noch so rüstigen, welterfahrenen Mannund Fürsten wie Euer Durchlaucht, dem Andenken an eindreiundHwanzigjähriges Prinzchen vorzuziehen.
Fürst (für sich erschreckend). Ein noch so rüstiger, welt-erfahrener Mann. — Ich zähle vierzig Jahre und Dorotheahat ihren sechszehnten Geburtstag gefeiert. —
Oberhofm. Es ist nur eigenthüwlich —
Fürst- Was ist eigenthüwlich?
Hosmarschall. Daß die Ueberbringung des Köfferchensjust in die Zeit fiel, wo, wie ich in Erfahrung gebracht,der Prinz Emil im tiefsten Jncognito hier anwesend war.
Fürst lauffahrend). Was — der Prinz Emil warincognito hier?
Hofmarschall. Nur auf der Durchreise, mein Fürst— aber er weilt jetzt an dem Hofe unseres Nachbarfürsten,