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Dieser feinen Membrane wegen haben Kinder und Weiber einfeineres Gefühl, als die Männer; darum hat man auch ansolchen Stellen, wo statt der weggekommenen verletzten Ober-haut eine neue nachwächst, ein viel feineres Gefühl.
Die Unvollkommenheit des Gefühls besteht entweder dar-in, daß
a) Die Empfindung beym Gefühle heftiger ist, als sie,ihrem Zwecke gemäß, seyn sollte; oder
k>) Daß die Empfindung beym Gefühle sich in einem ge-ringeren Grade äußert, als er zu dem Zustande der Vollkom-menheit erfordert wird.
Beyde Fehler können durch diätetische oder medicinischeMittel verbessert werde». Zm ersten Fall z. B. sind solcheMittel gut, welche das zu dichte oder zu häufige Blut wässeri-ger, und dadurch die Fasern schlaffer machen; ferner: Vermei-dung von Gewürzen, dagegen mehr Nahrungsmittel aus demPflanzenreich, kälteres und feuchteres Klima, Bäder, körper-liche Arbeit rc. Im zweyten dienen äußerliche und innerlicheReizmittel.
tz. n.
Der Geruchssinn.
Der Geruchssinn ist gleichsam eine feinxre Modificationdes Gefühlssinnes. In Thäkigkeit wird er gesetzt durch die,aus den Körpern ausdünstenden, äußerst feinen Theilchen, wel-che das — auf der Schleimhaut der Nasenhöhle sich ausbrei-tende Nervengezweige afficiren, von welchem dann der empfan-gene Eindruck auf das Gehirn fortgepflanzt wird.
Wie groß die Feinheic der Geruchstoffs - Theilchen sey,zeigt sich schon daraus zur Genüge, daß man an Körpern, vonwelchen sie in Menge ausdünsten, dennoch kaum eine Abnah-me der Schwere bemerkt, und daß das kleinste Stück einesstark riechenden Körpers in wenig Augenblicken den Raum einesgroßen Zimmers erfüllt.
Den vierfüßigen Thieren ist der Geruchssinn das, wasdem Menschen der Geschmackssinn ist. Der Geruch ist bey fe