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sehr nachtheilig, und führen Täuschung»« oder Mangel anWahrnehmung herbey. Man berrachte z. B. einen Zornigen,der in seiner Wuth weder hört, noch sieht, noch fühlt!
Die Vollkommenheit der Sinne besteht vorzüglich:a) In einer leichten Empfänglichkeit und reinen Aufnahmedes Eindrucks;
k) In einer dadurch hervorgebrachten seinen Empfindung/ohne zu heftigen Afftet des Reizes.
Die zur Vollkommenheit der Sinne wesentlich nothwen-digen zwey Haupteigenschaften sind demnach die Scharfe unddie Feinheit derselben.
§- 7 '
Sinnesschärfe.
Die Schärfe des Sinnes (das Gegentheil der Stumpf-heit) läßt uns die Gegenstände leicht und richtig wahrnehmenund ihre Eindrücke schnell auffaffen.
Die Mittel zur Erhaltung und Beförderung dieser Eigen-schaft sind:
s) Die gesunde Beschaffenheit des Körpers überhaupt undjedes einzelnen Organs insbesondere. Jeder krankhafte Zustand(allgemeiner oder speeieller) wirkt auf die Schärfe des Organsnachtheilig. So z. B. sieht der Gelbsüchtige alles gelb. Fieberund Schnupfen schwächen den Geruchs - und Geschmackssinn.Auch durch den stärkern Genuß von Gewürze» / geistigen Ge-tränken/ Rauchtabak re. wird der Geschmackssinn abgestumpft;durch Schnupftabak wird die Schärfe des Geruchssinnes ver-mindert. Die harre Hand des gemeinen Mannes empfindet dasSanfte eines Rosenblatts wenig oder gar nicht. Man mußfolglich, so viel möglich, alles vermeiden, was entweder dasNervensystem oder die Sinne unmittelbar zu sehr afficirt. Mä-ßigkeit in jedem Genüsse ist das beste Mittel, die Sinne bisin das späte Alcer gesund und frisch zu erhalten.
b) Anhaltende, aber mäßige Übung und nicht überspannteAnstrengung des OrganS zu der ihm eigenen Bestimmung.