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In dcr That besitzt keine Sprache einen großem Reichthumvon Ausdrücken und Wendungen für Alles, was fein undmunter ist, als die französische. Sie ist daher von allen Natio-nen als die vorzüglichste für gesellige Unterhaltung angesehen;aber in Darstellung höherer Gegenstände behauptet die engli-sche, so wie die deutsche, den Vorrang.
Ein Nachtheil der englischen Sprache besteht darin, daßsie etwas weitschweifig ist, welches von der Menge der Parti-keln herrührt, deren sic sich immerfort bedienen muß. DieseWeitschweifigkeit schwächt einiger Maßen ihren ursprünglichenNachdruck.
Die Biegsamkeit einer Sprache, oder deren Fähigkeit,einen wechselnden Ton und Charakter anzunehmen, und, jenachdem es die Gelegenheit oder das Genie eines Schriftstel-lers mit sich bringt, ernsthaft und kräftig, leicht und fließend,zärtlich und sanft, oder feycrlich und prächtig zu seyn, ist einesehr wichtige Eigenschaft, welche insbesondere von drey Um-ständen abzuhängen scheint: Von dem Reichthume an Wörternund Wendungen; von der verschiedenen Stellung, deren dieWörter einer Sprache fähig sind; und von der Mannigfaltigkeitund Schönheit des Schalles dieser Wörter selbst, in so fern sieden durch sie angedeuteten Gegenständen entsprechen. Nie besaßvielleicht irgend eine Sprache diese Eigenschaften in einemhöheren Grade, als die griechische, sie, die für jeden Schrift-steller von Geist so biegsam war, daß ihr Ausdruck sich an dieeigenthümliche Manier und Geistesstimmung desselben aus dasvollkommenste anschloß. Auch besaß sie nebst den genanntendrey Eigenschaften jene Mannigfaltigkeit der Dialekte, wo-durch sie noch mehr in den Stand gesetzt wurde, jede Art vonCharakter nach Gutdünken des Schriftstellers mit der größtenLeichtigkeit anzunehmen. Selbst die lateinische Sprache mußder griechischen in dieser Rücksicht nachstehen. Ihr Charakterneigt sich mehr zu einer ernsten Majestät hin; überall leuchtetWürde und Nachdruck hervor.
Unter den neueren Sprachen ist der spanischen mehr Voll-