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§. r8.
Sprachenvergleichung.
Einen vergleichenden Sprachen-llberblick zu gebe»/ wor-aus der Geist, die Vorzüge und Mangel einzelner Sprachenhervor gehen, liefere ich zum Schluffe einen kurzen Auszugaus Blairs Abhandlung über den Bau der englischen Sprache,mit meinen eigenen Bemerkungen vermischt, und zum Schluffenoch eine scharfsinnige Bemerkung aus Jean Paul Richter'sFragment über die Vorzüge der deutschen Sprache.
Die Grundlage der englische» Sprache ist, nach dem Uretheile des Engländers Hugo Blair, die deutsche, welche denEngländern unter den verschiedenen Formen der sächsischen,dänischen und normannischen zukam, welche drey in jene zu-sammen schmolzen. Nebstdem ist auch ein großer Lheil engli-scher Wörter aus dem Lateinischen, doch nicht unmittelbarabgeleitet, sondern meistens durch den Canal der normannisch-französischen Sprache; denn die Römer waren geraume ZeitBesitzer von Gallien, daher es denn kam, daß die Sprachedieses Landes, zur Zeit als die Franken und Normänner sichdesselben bemächtiget, eine Art von verdorbenem und mir dem.Celtischen vermischren Latein war, welches den Nahmen derromanischen Sprache erhielt. Nun aber vertrieben die Frankenund Normänner nicht, gleich den Sachsen in England, diealten Einwohner, sondern ließen dieselben gemeinschaftlich un-ter sich wohnen, und so ward denn dir Landessprache eine Zu-sammensetzung der von den Eroberern mitgebrachten deutschenMundarten, und des vorher üblichen vwdorbenen Lateins..
Durch diese Zusammenmischung so verschiedenartiger Theilein ein Ganzes, wurde die englische Sprache, wie jede zusam-men gesetzte, hier und da etwas unregelmäßig. Man vermißtin derselbe» jene llbereinstimmung der Theile und jene voll-kommene Gleichförmigkeit des Baues, welche in den einfachem