Druckschrift 
1 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
128
Einzelbild herunterladen
 

126

g) disjunctive, welche dem Subjecte durch die Bey-legung des einen Prädicats, das demselben entgegen gesetztePradicat absprechen;

I>) restrictive, wenn das Pradicat nach seiner Be-ziehung auf das Subject durch einen Beysatz eingeschränktwird;

i) conditionale, durch deren Verbindungsweise dasVerhältniß zwischen Subject und Pradicat nur unter einergegebenen Voraussetzung angenommen werden kann.

§. a5.

Der Syntax.

Soll die Sprache ein stylistisches Ganzes darstellen, sofolgen auf die Lehre von den Redetheilen noch drey Haupt-stücke : der Syntax; die Synonymik und die Inter-punctio n.

Der Syntax ist der Inbegriff der allgemeinen Regelnfür die Verbindung der Redetheile zu Sätzen und Perioden.Man unterscheidet den höher«« und den nieder» Syntax.Beyde erklärt Pölitz auf folgende Weise:

Der niedere Syntax enthalt die bloß empirisch zu er-lernende Verbindung und Zusammensetzung der einzelnen Rede-theile nach dem existirenden Sprachgebrauchs; der höhereSyntax aber bestimmt in der Sprache die aus der Logik hervor-gehende Verbindung der Redetheile, nach der Gattung und Be-deutung, und nach dem innern nothwendigen Zusammenhangs desGedachten in der Sphäre des Denkens, so wie die Abgrän-zungen und gegenseitigen Verhältnisse der einzelnen stylistischenPerioden, welche das Ganze in der Darstellung bilden.

Auch in dem Syntax, und zwar insbesondere indem niedcrn, zeigt sich eine bedeutende Verschiedenheit dereinzelnen Sprachen; aber ungeachtet aller abweichendenEigenheiten in den Syntaxen der verschiedenen Völker undSprachen, bleiben die allgemeinen Grundsätze des höher«,Spntares im Wesentlichen, nach logisch nothwendiger