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Sie ersehen das/ was durch die Casus der Declinationin einer Sprache nicht ausgedrückt werden kann/ und werdendaher, je unvollkommener und mangelhafter eine Sprache ist,desto häufiger gebraucht.
§. 6 .
Die Conjunction.
Die Conjunctionen sind gleichfalls Umstandswörter,welche das Verhältnis zwischen ganzen Sahen, oft auch zwi-schen den Gliedern eines und desselben Satzes bezeichnen. Soferne sie dieses Verhaltniß angeben, sind sie Conjunctionen,außer dem aber bloße Umstandswörter, und von diesen letztemin der Form nicht unterschieden.
Je mehr eine Sprache ausgebildet und verfeinert wird,desto sorgfältiger pflegt sie auch die möglichen Verhältnisse zwi-schen den Sätzen der Rede aufzusuchen, und diese mit allennur möglichen Schattirungen zu bezeichnen; desto mehr häufensich aber sodann auch ihre Conjunctionen, und desto schwererlassen sich ihre Bedeutungen mit allen kleinen Nebenbegriffenbestimmen. Sie sind daher auch im Deutschen, und in denneueren Sprachen überhaupt, sehr zahlreich, indem fast jedesUmstandswort, sowohl für sich allein, als auch in Verbindungmit andern, als Conjunction gebraucht werden kann; z. B.„Mir ist nun so wohl." Und: „Mir ist sowohl dieses alsauch jenes unangenehm." — Nur im letzteren Falle ist es einBindewort, Conjunction.
Mit der Präposition hat die Conjunction dieses gemein,daß beyde eine verbindende Kraft haben; sie unterscheiden sichaber wieder von einander dadurch, daß die Conjunction eineVerbindung der Glieder eines Redesatzes oder auch mehrererSätze unter einander bewirkt. Z. B. »Der Kluge gibt nach,damit die Fortsetzung des Zankes die erbitterten Gemüthernicht noch mehr aufreize;" wogegen die Präposition nur ein-zelne Wörter verbindet, indem sie das Verhältnis, anzeigt, in