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Geschlecht. Bey den Franzosen ist !u der männliche, In derweib-liche Artikel; die Italiener bezeichnen das männliche Geschlechtdurch il und Io, das weibliche durch In. Die Engländer habenden Artikel tlie für alle drey Geschlechter; zur besonder,! Bezeich-nung des Geschlechts-Unterschiedes dient ihnen: Iis, skie, it.In der gewöhnlichen Sprache kennen sie keinen andern Unter-schied als den, welcher sich auf die Natur und auf die logischeWahrheit gründet; daher im Englischen alle leblosen Dingeals Gegenstände des sachlichen Geschlechtes angenommen werden.Nur die poetische Sprache kann hiervon eine Ausnahme machen,und darf leblose Gegenstände gleichsam personifieiren.
Auch die portugiesische Sprache hat nur zmey Geschlechts-wörter: o, der, und a, die.
Die spanische Sprache hat eigentlich zwar auch nur zweyGeschlechtswörter, das männliche ei und das weibliche la; dochhat sie den Vorzug, daß sie den allgemeinen sachlichenBegriff durch einen besonder,! Artikel, das Io (z. B. Io tior-moso, das Schone), doch nur im Singular, ausdrückenkann.
Die gebildete Sprache hat zweyerley Artikel: den be-stimmten (im Deutschen: der, die, das), und den un-bestimmten (im Deutschen: ein, eine, ein).
Die Griechen haben einen bestimmenden Artikel, aberkeinen unbestimmten. Die Stelle des letztem ersetzen sie durchWeglassung des gewöhnlich beygesetzten bestimmenden Artikels:ö, § > i-o. Die lateinische Sprache pflegt den Hauptwörternkeinen Artikel beyzusetzen. Statt des bestimmten oder bestim-menden Artikels bedient sie sich im Falle der dringendsten Noth-wendigkeit der Fürwörter: iiic, illo, iste; den unbestimmtengebraucht sie gar nie. Dieß scheint allerdings ein Mangel zuseyn, indem der Artikel in manchen Fällen viel zur Deutlich-keit und Bestimmtheit des Ausdruckes beyträgt. Ein Beyspielwird dieß in das hellste Licht setzen:
Der Sohn des Königs,
Der Sohn eines Königs,